Details:
Seitenzahl: 286 Seiten
Verlag: Impress
Erschienen: 5. Juli 2018
Inhalt:
Gleich neben der Welt von uns Normalsterblichen befindet sich ein verborgenes Reich voller magischer Geschöpfe und epischer Schicksale. Es ist lediglich ein verstecktes Tor von uns entfernt, das sich immer zur Dämmerung öffnet, um unserem farblosen Menschendasein ein wenig Fantasie, Liebe und Hoffnung beizumischen. So war es schon immer und so sollte es immer bleiben, bis sich an einem unglücklichen Abend ausgerechnet ein Einhorn, das magischste aller Wesen, durch das Tor und in die Menschenwelt verirrt. Ihm auf der Spur ist bald nicht nur der geheimnisvolle Torwächter Ciaran, sondern auch das Menschenmädchen Jessi. Doch auch zu zweit ist es alles andere als leicht, ein Einhorn einzufangen, und der Versuch führt Jessi letztendlich direkt in die für sie verbotene Farbenwelt von Keloria, wo sie neben einer unsterblichen Liebe ihre eigene Bestimmung erwartet…
Meine Meinung:
Ein Buch von zwei wirklich klasse Autorinnen? Keine Frage, dass ich das unbedingt lesen musste!
Was mich überrascht hat, war allerdings, dass ich nicht wirklich sagen konnte, welche von beiden was geschrieben hat. Man merkt überhaupt nicht, dass der Roman von zwei Leuten geschrieben wurde, es liest sich wie aus einem Guss.
Generell ließ sich die ganze Geschichte super flüssig lesen und hat einfach Spaß gemacht.
Was mich besonders beeindruckt hat, war Keloria als Welt. Hier haben die Autorinnen wirklich etwas ganz wunderbares geschaffen, das mich absolut begeistern konnte. Die Idee mit den Farben und den damit verbundenen Gefühlen ist einfach großartig und man merkt, dass diese Welt richtig durchdacht ist. Ich kann es kaum erwarten wieder dorthin zurückzukehren!
Leider muss ich auch ein wenig kritisieren, denn es gab auch etwas, das mich nicht überzeugt hat. Jessi, die Protagonistin, beispielsweise war für mich nicht greifbar. Ihr hat es an Tiefe gefehlt und ich hatte nicht das Gefühl, sie wirklich kennenzulernen. Gerade am Anfang ging alles viel zu schnell und Jessi fügt sich einfach kommentarlos in ihr Schicksal. Das konnte ich nicht nachvollziehen und es fiel mir erst einmal ein wenig schwer richtig in die Geschichte reinzukommen.
Und auch die Liebesgeschichte fand ich leider nicht überzeugend. Es ging alles viel zu schnell und bei mir kamen leider keine Emotionen oder Kribbeln an…
Nichtsdestotrotz ist „Das Flüstern des Waldes“ ein mehr als gelungenes Fantasywerk, das mich richtig gut unterhalten und gefesselt hat. Der heimliche Star ist ohnehin ein gewisses Einhorn… ?
Fazit:
Großartig geschriebene Fantasy mit einem unglaublich tollen Weltenentwurf, der mich absolut überzeugt hat. Nur bei der Liebesgeschichte gibt es noch Luft nach oben. Von Herzen kommende 8 lila Punkte
(Bildrechte liegen beim Verlag.)