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Mira Valentin: Die Wächter von Enyador. (Enyador-Saga 2)

Details:
Seitenzahl: 394 Seiten
Verlag: Selfpublishing
Erschienen: Dezember 2017

Inhalt:
Die Prophezeiung hat sich offenbart und die Wächter sind auf dem besten Weg, Enyador zu einen. Doch Tristans Liebe zu der Elbenprinzessin Isora steht dem Frieden im Wege. Nicht nur die zerbrechlichen Bündnisse der vier Völker drohen daran zugrunde zu gehen, sondern auch die Einheit der Menschen untereinander. So stehen Tür und Tor offen für Verrat aus den eigenen Reihen – und die Schicksalsgöttin spinnt ihre dunkelsten Fäden.

Meine Meinung:
Wow, ich fühle mich gerade nach dem Lesen des zweiten Bands von „Enyador“ als wäre ich selbst mit den Charakteren durch deren Welt gestreift, als hätte ich selbst an den Kämpfen teilgenommen. Denn genauso fertig bin ich gerade.
Mira Valentin hat es wieder einmal geschafft, mich völlig in ihre Geschichte zu ziehen und sie so bildgewaltig und mitreißend zu erzählen, dass man sich wirklich wie ein Teil davon fühlt.

Die Figuren sind alle so unterschiedlich und auf ihre Art jeder für sich authentisch. Dadurch, dass wir die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven geschildert bekommen, ergibt es ein umfassendes Bild, das es dem Leser erlaubt, noch tiefer in das Geschehen einzutauchen. In manchen Büchern empfinde ich ein so häufiges Wechseln der Erzählsicht als störend, unnötig und nicht gerade vorteilhaft für die Bindung, die man zu den Figuren schaffen will. Aber hier? Hier ist das genaue Gegenteil der Fall. Mit sind dadurch nämlich alle Charaktere ans Herz gewachsen und das passiert höchst selten bei dieser Form des Erzählens.

Die Handlung ist so durchdacht, überraschend und teilweise schockierend, dass ich mich hin und wieder etwas an „Game of Thrones“ erinnert fühle. Niemand darf sich hier jemals sicher fühlen.
Unglaublich wie scheinbar unwichtige Handlungsstränge etwas später plötzlich doch ins Gewicht fallen. Wie klug hier alles durchdacht ist und sie grandios alles zusammenkommt.
Was das Ganze dann noch besonders spannend macht: man kann sich nie sicher sein, dass dem Lieblingscharakter nichts schlimmes passiert. Mira Valentin hat keine Skrupel ihre Figuren umzubringen, da bin ich mir sicher… ?

Fazit:
Ein grandioses High Fantasy Epos, das absolut lesenswert ist. Wer „Game of Thrones“ liebt, wird auch „Enyador“ lieben. 9 lila Punkte


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