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Details:
Seitenzahl: 560 Seiten
Verlag: One (Bastei Lübbe)
Erschienen: 20. Februar 2017
Inhalt:
Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen …
Autorin:
Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch das Mädchen entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen …
Meine Meinung:
Es ist seltsam, aber „Der Kuss der Lüge“ ist jetzt schon das dritte gehypete Buch innerhalb kurzer Zeit, von dem ich enttäuscht bin. Vielleicht liegt es an der gewaltigen Erwartungshaltung, die man an Romane automatisch hat, die so sehr gelobt werden – aber meine wurden hier jedenfalls nicht erfüllt.
Sprache:
Der Sprachstil war nicht so wirklich leicht oder flüssig zu lesen, wie ich finde. Es waren teilweise wirklich schöne Sätze dabei, die etwas Besonderes an sich haben, doch insgesamt war es für mich eher umständlich und anstrengend dem Erzählstil zu folgen. Es hat mir meistens leider nicht so viel Freude bereitet dieses Buch zu lesen und das ist leider ein großer Minuspunkt.
Es gibt bestimmt viele, denen die Art zu Schreiben von Mary E. Pearson gefällt – ihr werdet das Buch dann bestimmt auch mehr mögen als ich. Aber vielleicht sollte man sich vorher doch eine Leseprobe zu Gemüte führen.
Figuren:
Lia … Tja, irgendwie ist sie mir nicht wirklich ans Herz gewachsen. Ich könnte nicht mal so genau sagen, was sie als Mensch ausmacht. Ich empfand die ganze Zeit eine Distanz zu den Figuren, die es mir als Leser nicht möglich gemacht hat, die Charakter wirklich kennenzulernen. Emotional wurde ich leider gar nicht berührt und auch im Gedächtnis sind mir die meisten hier nicht hängen geblieben.
Rafe und Kade hingegen fand ich ziemlich interessant und auch einige Nebenfiguren waren ganz gut beschrieben. Aber man hätte so viel mehr rausholen können, indem man Nähe schafft und dadurch auch eine emotionale Verbindung.
Handlung:
Die Geschichte fängt echt gut an, lässt dann leider aber sehr schnell nach. Schon die Flucht fand ich nach ein paar Seiten langweilig, da in großen Zeitsprüngen geschrieben ist, die jedes Aufkommen von Spannung verhindern.
Als Lia und Pauline in Terravin ankommen, flaut die Atmosphäre leider völlig ab. Die Geschichte geht nicht mehr vorwärts und es passiert kaum etwas, das überhaupt eine Erwähnung wert ist. Man hätte hier alles so viel mehr raffen und dadurch spannender gestalten können. Schade!
Gegen Ende hin wird es zwar wieder besser, aber irgendwie war es für mich dann auch schon fast zu spät.
Das Buch lebt definitiv und in meinen Augen einzig und allein von der großen Frage: Wer ist der Prinz und wer ist der Attentäter? Rafe oder Kaden? Da es auch einige Kapitel aus deren Sicht gibt, macht es als Leser wirklich Spaß zu rätseln, wer nun wer ist. Immer wenn man denkt, man hat die Antwort, passiert etwas, das alles wieder ändert. Das war wirklich gut gemacht und rettet den Roman meiner Meinung nach.
Fazit:
Ein Schreibstil, der nicht meinen Geschmack trifft, Figuren, die mich nicht berühren, und eine eher langweilige Handlung sind für mich leider sehr enttäuschend. Einzig die große Frage, wer denn nun der Prinz und wer der Attentäter ist, macht das Ganze irgendwie besonders. Trotzdem reicht es alles in allem nur für 5 lila Punkte