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Details:
Seitenzahl: 451 Seiten
Verlag: Dark Diamonds
Erschienen: 30. Dezember 2016
Inhalt:
Durch ihre besondere Gabe der Traumlenkung hat die 21-jährige Klara schon so einige höchst realistische Träume durchlebt. Aber noch nie hat sich auch die Realität so sehr wie ein unwirklicher Traum angefühlt. Eben noch saß sie am heimischen Küchentisch, nun befindet sie sich plötzlich im Flugzeug nach Amerika – und zwar in völlig falscher Gesellschaft, denn bei ihrer Begleitung handelt es sich ausgerechnet um Adrian, ihren höchst undurchsichtigen und viel zu attraktiven Studienkollegen. Mit ihm zusammen soll sie die Traumforschung weiter vorantreiben und das bedeutet auch: an seiner Seite das luxuriöse Nachtleben von Los Angeles auskundschaften…
Meine Meinung:
Sprache:
Der Sprachstil gefällt mir einfach super. Er lässt sich so gut und flüssig lesen, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Dabei wird das Ganze mit einer gehörigen Portion Humor und witziger Sprüche aufgepeppt und sorgt so dafür, dass es auch echt Spaß macht weiterzulesen. Am Erzählstil habe ich wirklich überhaupt rein gar nichts auszusetzen.
Figuren:
Klara ist in diesem zweiten Teil der Reihe eine ziemlich negative Version von sich selbst. Sie versinkt in einem Sumpf aus Partys, Alkohol, Drogen und … anderen Rauschmitteln *räusper* und wirft moralische Bedenken über Bord. Diese Entwicklung ist wirklich sehr nachvollziehbar, man versteht als Leser, warum Klara absichtlich negativ dargestellt wird. Und ich war beeindruckt, wie authentisch das gelingt.
Nur leider fand ich, dass diese negative Phase – falls sie nicht zum Dauerzustand wird (ich will ja nicht spoilern) – zu lange anhält. Klara verliert wirklich richtig viel an Sympathiepunkten.
Bei den anderen Charakteren war es super, dass man nie so recht weiß, was ihre Absichten sind. Vor allem bei Adrian fand ich das sehr gelungen. Denn obwohl er ein richtiger Mistkerl sein kann, hat er auch seine positiven Seiten. Niemand ist hier ein richtiger „Bösewicht“, weil alle gute und schlechte Seiten haben. Das macht die Figuren mich realer und glaubwürdiger. Auf jeden Fall sehr gelungen.
Handlung:
Vergessen – das war hier tatsächlich Programm. Denn Klara tut alles, um ihre Trennung von Tobi zu verarbeiten. Sie betäubt ihre Gefühle mit Drogen, Alkohol, Zigaretten, Partys und… nicht ganz jugendfreien Dingen. 😉
Die Handlung hat sich für meinen Geschmack ein bisschen zu sehr im Kreis gedreht und die Grundspannung hat mir dieses Mal leider etwas gefehlt. Den großen Spannungsbogen habe ich etwas vermisst und auch wenn es immer wieder kleine Höhepunkte gab.
Nick bietet großes Potential, was Spannung angeht. Er ist sehr undurchsichtig und eindeutig skrupellos. Ich bin mir ziemlich sicher, dass da noch so einiges kommt.
Das Besondere, das die Handlung ausmacht – abgesehen von den Traumreisen natürlich – war für mich wie auch schon im ersten Teil die große Frage: wem kann man vertrauen? Wer ist ein Freund, wer ein Lügner? Und die schmale Gratwanderung zwischen richtig und falsch. Immer wieder wird man mit moralischen Fragen konfrontiert, die nachhaltig zum Nachdenken anregen.
Fazit:
Auch wenn „Das Vergessen“ etwas spannender hätte sein können und Klara leider an Sympathie verliert, können der fantastische Schreibstil und die moralische Gratwanderung völlig überzeugen. Insgesamt hat mir Teil 1 zwar besser gefallen, doch auch hier hat es mir Spaß gemacht zu lesen. 7 lila Punkte
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