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Details:
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: FJB
Erschienen: 17. November 2016
Inhalt:
Celestine wurde als „fehlerhaft“ gebrandmarkt, sie gehört nun zu den Menschen zweiter Klasse. Doch statt sich den strikten Regeln des Systems zu unterwerfen, flieht sie. Denn Celestine ist auch ein Symbol der Hoffnung für alle anderen Fehlerhaften.
Gelingt es ihr, den grausamen Richter Crevan zu überführen? Das wäre die Chance auf einen Neuanfang für die Fehlerhaften. Aber gibt es auch für ihre große Liebe eine neue Chance?
Für Celestine geht es um alles – um Gerechtigkeit für sich selbst und alle anderen und um eine lebenswerte Zukunft.
Autorin:
Cecelia Ahern ist eine der erfolgreichsten Romanautorinnen weltweit. Sie wurde 1981 in Irland geboren und studierte Journalistik und Medienkunde. Mit gerade einmal 21 Jahren schrieb sie ihr erstes Buch, das sie sofort international berühmt machte: ›P.S. Ich liebe Dich‹, verfilmt mit Hilary Swank. Danach folgten Jahr für Jahr weitere Weltbestseller in Millionenauflage. Cecelia Ahern schreibt auch Theaterstücke und Drehbücher und konzipierte die TV-Serie ›Samantha Who?‹ mit Christina Applegate. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden von Dublin.
Meine Meinung:
Ich muss vorweg sagen, dass meine Rezension hauptsächlich aus Kritik bestehen wird. Woran das liegt, könnt ihr gleich selbst nachlesen.
Sprache:
Das einzig wirklich Gute an „Perfect“ war eigentlich der Sprachstil der Autorin. Cecelia Ahern schreibt einfach unfassbar gut, fesselnd und spannend. Auch wenn ich (leider) zahlreiche Kritikpunkte in Handlung und bei den Figuren gefunden habe, so hat der fantastische Erzählstil sehr viel davon wieder wettgemacht und dafür gesorgt, dass ich trotzdem Freude am Lesen hatte.
Figuren:
Der erste Punkt, der mich schon in Teil 1 gestört hat, ist die Tatsache, dass man absolut nichts von Celestine als Mensch erfährt. Man bekommt zwar gesagt, dass sie mutig und eine Heldin ist, aber das war’s dann auch. Wenn ich sie beschreiben müsste, wüsste ich absolut nichts über ihren Charakter zu sagen, weil wir im Grunde nichts darüber erfahren. Dadurch konnte ich sie auch nicht ins Herz schließen oder mich zu 100% auf die Handlung einlassen.
Des weitern konnte mich die Liebesgeschichte leider gar nicht überzeugen. Wie auch schon in „Flawed“, wo Celestine plötzlich verliebt in Carrick ist, obwohl sie gar nichts mit ihm zu tun hatte, bekomme ich auch in „Perfect“ absolut kein Gefühl dafür, weshalb sich zwischen den beiden irgendetwas entwickelt. Cecelia Aherns Stärke ist doch ansonsten immer die Romantik – aber hier Fehlanzeige. Mich hat die Liebesgeschichte leider kein Stück berührt oder auch nur annähernd begeistern können.
Handlung:
Manche Wendungen kamen mir viel zu gewollt und nicht natürlich vor. Als wären sie einfach erzwungen und künstlich in die Handlung reingepresst, weil die Autorin jetzt gerade eben diese Richtung einschlagen wollte. Die ganze Geschichte wirkte in diesem zweiten Teil nur gewollt auf mich und es gab irgendwie keinen richtigen, natürlichen Fluss. Es wirkte nicht authentisch und war manchmal einfach nicht nachvollziehbar wie ich fand.
Schon in Band 1 habe ich bemängelt, dass ich nicht begreifen kann, weshalb Celestines Fall so etwas besonderes sein soll. Ich kann mir nicht vorstellen, dass noch niemals jemand einem Fehlerhaften helfen wollte und dafür im Gericht eingestanden ist. Auch hier kam mir die Handlung schon erzwungen vor.
Gegen Ende hin macht Celestine etwas, das ich absolut und überhaupt gar nicht verstehen kann. Es ist – Entschuldigung – einfach nur selten dämlich und spricht eher dafür, dass sie den Verstand verloren hat. Noch dazu wird diese völlig schwachsinnige und überflüssige Tat danach niemals wieder erwähnt und spielt auch keine Rolle mehr. Das wirft ein so negatives Licht auf Celestine, von der man ja sowieso schon kaum etwas als Mensch weiß, dass es nicht gerade dazu beiträgt, sie mehr zu mögen…
Das Ende der Dilogie selbst ist mir einfach zu unspektakulär, ja fast schon enttäuschend. Nicht der Ausgang selbst, aber die Art und Weise wie es passiert, ist einfach langweilig. Nach dem ganzen Spannungsaufbau der letzten beiden Bände habe ich hier etwas Großes, etwas Besonderes erwartet. Einen großen Knall.
Aber das hier war einfach… enttäuschend.
Fazit:
Müsste ich nur Handlung und Figuren beurteilen, würde meine Bewertung deutlich schlechter ausfallen. Doch da ich den Schreibstil so überragend finde und trotz allem Spaß am Lesen hatte, gebe ich 6,5 lila Punkte.
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