Klicken zum Anzeigen/Ausblenden
Details:
Seitenzahl: 368 Seiten
Verlag: Harper Collins
Erschienen: 10. September 2015
Inhalt:
Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet … und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!
Autorin:
Jennifer L. Armentrout lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden in West Virginia. Wenn sie nicht gerade mit dem Schreiben eines neuen Buches beschäftigt ist, schaut sie sich am liebsten Zombie-Filme an. Ihre E-Books waren in den USA auf Anhieb so erfolgreich, dass sie kurze Zeit später in den Druck kamen und sofort auf die Spitze der New-York-Times-Bestsellerliste kletterten.
Meine Meinung:
Sprache:
Ja, schreiben kann Jennifer Armentrout definitiv. Ich mag ihren Erzählstil sehr gern, denn er ist fesselnd, mitreißend, emotional und dabei leicht zu lesen. Auch die Dialoge sind teilweise sehr unterhaltsam und haben mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht.
Figuren:
Layla ist halb Dämon und halb Wächter, wächst allerdings bei den Wächtern auf, die ihre andere Seite hassen und auch Layla dazu bringen, ihre dämonische Hälfte zu verachten. Sie ist hin und her gerissen, will es ihrer Wächterfamilie nur recht machen und glaubt ihnen blind alles, was sie sagen. Im Laufe des Buches macht sie allerdings eine Entwicklung durch, die ich sehr schön nachzuvollziehen fand und die mir unwahrscheinlich gut gefallen hat. Es ist ein längerer Prozess, doch Layla findet immer mehr zu sich selbst.
Nicht zuletzt Dank Roth.
Ach ja, Roth. Er ist mit Sicherheit das absolute und unumstrittene Highlight des Buches. Der Hohedämon, der immer einen Spruch auf Lager hat, der seine dämonischen Haustiere nach Disney-Figuren benennt und einfach unwiderstehlich ist. Roth ist einer der besten männlichen Charaktere, die ich in Büchern bisher erlebt habe und ganz ehrlich: durch ihn wird das Buch erst so richtig gut.
Gerade weil er so undurchschaubar ist, zweideutig und schlagfertig muss man ihn einfach ins Herz schließen und sich ein Stück weit in ihn verlieben.
Handlung:
Das Konzept des Buches gefällt mir sehr gut. Wächter haben sich der Menschheit zu erkennen gegeben, allerdings weiß niemand, dass sie im Verborgenen gegen Dämonen kämpfen. Dass sich Wächter in Gargoyles verwandeln können (die steinernen Figuren, die wir auch als Wasserspeier kennen) und in dieser Gestalt kämpfen, fand ich eine sehr gelungene Idee.
Im Laufe des Buches wird allerdings eine Frage immer drängender: was ist gut und was ist böse? Kann man die Welt so einfach in zwei Kategorien einteilen oder gibt es nicht noch viel mehr dazwischen?
Auch als Leser fragt man sich manchmal, ob alles schwarz-weiß ist oder ob doch mehr dahintersteckt.
Dazu kommen jede Menge spektakulärer Enthüllungen, Roths einzigartiger Humor, überraschende Wendungen, Roths tolle Sprüche, spannende Kämpfe, Roth, schöne Nebenfiguren – und habe ich schon mal Roth erwähnt?
Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass man mehr vom Leben der Wächter erfährt, von ihrer Gesellschaft, ihren Strukturen usw. Das kam mir ein klein wenig zu kurz, weil der Fokus schon sehr stark auf der Haupthandlung lag. Aber darauf hoffe ich einfach in Band 2.
Fazit:
Spannende Unterhaltung mit einem neuen Konzept, das ich so noch nicht gelesen habe. Vor allem aber der Dämon Roth macht „Dark Elements“ zu etwas ganz Besonderem. Ich liebe Roth einfach! Allein seinetwegen lohnt es sich, das Buch zu lesen. 9 lila Punkte.