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Details:
Seitenzahl: 294 Seiten
Verlag: impress
Erschienen: 2. Juni 2016
Inhalt:
Als die schöne Valeria erfährt, wen sie heiraten soll, ist ihr wohlbehütetes Leben auf einen Schlag vorbei. Um den jungen Grafen Westwood ranken sich Schauergeschichten von einem Fluch und ihr neues Heim gleicht eher einer Ruine als einem herrschaftlichen Herrenhaus. Auch Westwood selbst benimmt sich ihr gegenüber mehr wie ein eiskaltes Biest und nicht wie der Mann von Stand, der er eigentlich sein sollte. Doch dann stößt Valeria in einem verstaubten Raum auf magische Windlichter, die jedes für sich ein Geheimnis bergen. Sie zeigen Valeria einen ganz anderen Grafen, voller Freundlichkeit und Güte…
Autorin:
Jennifer (Alice) Jager begann ihre schriftstellerische Laufbahn 2014. Nach ihrem Schulabschluss unterrichtete sie Kunst an Volkshochschulen und gab später Privatunterricht in Japan. Heute ist sie wieder in ihrer Heimat, dem Saarland, und widmet sich dem Schreiben, Zeichnen und ihren Tieren. So findet man nicht selten ihren treuen Husky an ihrer Seite oder einen großen, schwarzen Kater auf ihren Schultern. Ihre Devise ist: mit Worten Bilder malen.
Meine Meinung:
Wer Bücher liebt, die wie Märchen verfasst sind, wird „Being Beastly“ toll finden. Für mich war es (rein subjektiv) nicht so fesselnd, weil ich mich mit diesem Stil in Jugendbüchern nicht so richtig anfreunden kann.
Sprache:
Wie bereits erwähnt, ist die Handlung im märchenhaften Stil beschrieben. Das heißt, dass man nicht so richtig in die Figuren hineinschlüpfen kann und alles eher ein wenig oberflächlich erzählt bleibt. Das soll nicht bedeuten, dass keine tiefsinnigen Sätze, Aussagen oder Momente im Buch zu finden sind – nur bekomme ich als Leser eben generell das Gefühl, die Geschichte mit einer gewissen Distanz zu beobachten.
Wer diese Art des Schreibens mag (ähnlich den Büchern von Maya Shepherd oder „Sinabell“ von Jennifer Alice Jager), wird „Being Beastly“ aber definitiv lieben und ich kann die Begeisterung auch nachvollziehen.
Figuren:
Die Protagonistin Valeria wirkt ein wenig naiv und kindlich, entwickelt sich aber im Laufe der Geschichte, weil sie an ihren Aufgaben und Problemen wächst. Unter dem Punkt „Sprache“ hatte ich ja schon geschrieben, dass ich dennoch immer das Gefühl hatte, aus Distanz zuzusehen und konnte mich nicht so ganz in sie hineinfühlen.
Jayden ist sehr gelungen. Die Mischung aus rauer Grobheit und der liebevollen Seite hat mir sehr gut gefallen. Vielleicht kommt der Wandel ein klein wenig zu plötzlich, aber dennoch ist er eine tolle Figur.
Handlung:
Sehr gut gefallen haben mir die sehr geschickt eingearbeiteten Rückblenden aus Jaydens Leben, die uns seine Vergangenheit und damit sein jetziges Verhalten näher bringen.
Auch wenn man in Grundzügen wusste, wer das Biest ist und schnell auch klar war, weshalb – die meiste Zeit wurde man von der Handlung überrascht und wusste nicht, wie die Geschichte am Ende ausgehen wird. Das hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich aufgrund der mehrfach erwähnten Distanz nicht so richtig mitgerissen wurde. Auch das werde ich nicht müde zu erwähnen: Wer diesen Erzählstil mag, wird von Jennifer Alice Jagers Ideenreichtum aber auf jeden Fall fasziniert sein.
Die Liebesgeschichte und die Gefühle von Valeria waren für mich manchmal nicht so ganz nachvollziehbar, weil sie zu plötzlich kamen und man nicht so richtig einen Einblick in ihre Gefühlswelt bekommt. Ich persönlich hätte es ganz schön gefunden, wenn man die Entwicklung und das Entstehen der Emotionen mehr nachvollziehen hätte können.
Fazit:
„Being Beastly“ steckt voller großartiger Ideen, überrascht mit seinen Wendungen und sehr gut gelungenen Rückblenden. Wer gern Bücher im Märchenstil á la Maya Shepherd liest, wird dieses hier auf jeden Fall lieben. Mir selbst liegt diese Art des Erzählens einfach nicht so ganz, weil ich immer das Gefühl habe, die Handlung aus der Ferne zu beobachten und nicht so richtig mitgerissen werde. Dennoch ein schönes Buch, das von mir 6 lila Punkte bekommt.