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Details:
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Erschienen: 1. Mai 2016
Inhalt:
Partys. Reisen. Flirten. Das bestimmt den Alltag von Emilia dos Santos – bis sie vom plötzlichen Tod ihrer Eltern erfährt. Mit einem Mal ist ihr sorgloses Leben vorbei. Sie soll nach alter Familientradition das Weingut im Napa Valley weiterführen und sieht sich damit einer Verantwortung gegenüber, der sie sich nicht gewachsen fühlt. Ganz und gar nicht. Da hilft es auch wenig, dass ihr Jugendfreund Alejandro wieder auftaucht und sie unterstützen will. Denn seine Nähe verwirrt und verunsichert Emilia nicht nur, sondern stellt sie zusätzlich vor die unangenehme Aufgabe, ihren bisherigen Lebensstil zu hinterfragen …
Autorin:
C. M. Spoerri wurde 1983 geboren und lebt mit ihrem Mann zusammen in der Schweiz. Ursprünglich aus der Klinischen Psychologie kommend, schreibt sie seit Frühling 2014 erfolgreich Fantasy-Jugendromane (Alia-Saga, Greifen-Saga) und hat im Herbst 2015 mit ihrem Mann zusammen den Sternensand-Verlag gegründet. Weitere Fantasy- und New Adult-Projekte sind dabei, Gestalt anzunehmen.
Meine Meinung:
Sprache:
Da ich die Autorin bisher nur im Fantasybereich kenne, war ich sehr gespannt darauf, wie sie sich auch sprachlich in diesem neuen Bereich erfinden wird. Und ich war definitiv positiv überrascht. Der Erzählstil ist leicht und locker, vermittelt aber auch Tiefe und nicht nur oberflächliches Geplänkel. Ich wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen, weil es sich so schön lesen ließ. Gerade die erotischen Szenen (von denen nur ein paar wenige vorkommen) haben mich erstaunt, denn sie sind weder vulgär noch langweilig oder eintönig. C.M. Spoerri hat hier genau den goldenen Mittelweg gefunden, der solche Szenen ins perfekte Licht rückt.
Darüber hinaus habe ich oft geschmunzelt, war aber auch traurig oder wütend – also so ziemlich alle Gefühle wurden großzügig bedient durch den tollen Sprachstil.
Figuren:
Emilia selbst gefällt mir in der Hinsicht sehr gut, dass sie vielschichtig ist. Sie hat Probleme und definitiv Ecken und Kanten. Da Protagonistinnen ansonsten meistens sehr glatt und perfekt sind, fand ich das wirklich schön. Allerdings war Emilia mir manchmal ein klein wenig zu zickig und abweisend. Ich verstehe ihre Gefühle, aber trotzdem war es mir einfach einen Tick zu viel bei ihr.
Alejandro hingegen ist ein sehr gelungener Charakter. Er ist einfühlsam, klug und romantisch – kurz: ein richtiger Traummann, in den man sich einfach verlieben muss. Ich bewundere seine Geduld mit Emilia, seine Liebe und seine Aufopferungsgabe. Also wenn Emilia nicht will, dann nehme ich ihn. 😀
Aber auch die Nebenfiguren wie Miguel und Kate sind mir ans Herz gewachsen und toll beschrieben. Sie bringen Charme und das gewisse Etwas in die Geschichte.
Handlung:
Emilia übernimmt nach dem überraschenden Tod ihrer Eltern deren Weingut und muss ihrem vorherigen Partyleben den Rücken kehren. Sie ist verzweifelt und traurig und stößt deshalb auch Alejandro, ihren Freund aus Kindertagen, von sich, obwohl die Anziehung zwischen den beiden nicht zu übersehen ist.
Die Grundidee ist nichts Neues, die Umsetzung hingegen wirklich gut. Ich konnte das Knistern zwischen den beiden beinahe fühlen und habe mich auch gleich ins Napa Valley versetzt gefühlt angesichts der schönen Beschreibungen.
Armando – noch ein Name mit A – bringt ein wenig Würze in die Geschichte, denn er stellt sozusagen Emilias Vergangenheit dar, den einfachen Ausweg, und schürt Alejandros Eifersucht und Wut.
Es war mir insgesamt vielleicht ein wenig zu viel Hin und Her zwischen Alejandro und Emilia. Teilweise kam es mir vor, als würde man sich im Kreis drehen und die Handlung kommt nicht wirklich voran. Das tut dem Gesamteindruck aber keinen großen Abbruch.
Fazit:
„Emilia. Dein Weg zu mir“ ist ein wirklich gutes Buch, das mich ganz hervorragend unterhalten hat. Ich bin beeindruckt von C.M. Spoerris Vielseitigkeit, die ihr erlaubt sowohl tolle Fantasybücher als auch wirklich gute Liebesromane zu schreiben. Sie hat sich hier neu erfunden und das mit vollem Erfolg. 8,5 lila Punkte gibt es von mir und eine klare Leseempfehlung.